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    Depressionen bei Kindern und Jugendlichen25. Oktober 2026

    Depressionen bei Kindern und Jugendlichen

    Der Artikel beleuchtet die Ursachen und Symptome von Depressionen bei Kindern und Jugendlichen. Eltern erhalten wichtige Hinweise, worauf sie achten sollten, wenn ihre Kinder verstärkt traurig oder ängstlich sind.

    Blumen – Illustrationsbild | Psychotherapie Landshut
    Verfasst von Diana NeumaierHeilpraktikerin für Psychotherapie (HPG)25. Oktober 2026ca. 3 Min. Lesezeit

    Depressionen und Angststörungen bei Kindern und Jugendlichen – wenn die Seele Hilfe braucht

    Liebeskummer, Überforderung in der Schule, Streit mit Freunden oder die Trennung der Eltern: Es gibt viele Gründe, warum Kinder und Jugendliche traurig, ängstlich oder niedergeschlagen sein können. Schließlich ist das Erwachsenwerden kein Spaziergang – und manchmal fühlt es sich eher wie eine Bergwanderung mit viel zu schwerem Rucksack an.

    Solche Phasen gehören zum Leben. Wenn die Niedergeschlagenheit jedoch über längere Zeit anhält, der Rückzug zunimmt oder Ängste den Alltag bestimmen, sollten Eltern aufmerksam werden.

    Nach Angaben der Deutschen Depressionshilfe sind Depressionen auch bei jungen Menschen ein ernst zu nehmendes Thema. Mädchen sind im Jugendalter häufiger betroffen als Jungen. Wichtig ist: Psychische Beschwerden sind weder eine Charakterschwäche noch einfach eine schlechte Laune, die man mit einem Schokoladeneis wegzaubern kann.

     

    Wie zeigen sich Depressionen bei Kindern und Jugendlichen?

     

    Eine depressive Erkrankung entwickelt sich nicht immer plötzlich. Manchmal beginnt sie schleichend und zeigt sich zunächst durch körperliche Beschwerden. Wiederkehrende Kopf- oder Bauchschmerzen, Schlafprobleme oder ein deutlicher Leistungsabfall in der Schule können Hinweise sein.

    Die Symptome unterscheiden sich je nach Alter und Entwicklungsstand. Halten mehrere Beschwerden mindestens zwei Wochen an, sollte man genauer hinschauen. Bei einer Depression müssen allerdings nicht alle Anzeichen vorhanden sein.

     

    Mögliche Symptome einer Depression sind:

    • Anhaltende traurige, gedrückte oder gereizte Stimmung

    • Verlust von Interesse und Freude an früher geliebten Aktivitäten

    • Sozialer Rückzug und weniger Kontakt zu Freunden

    • Auffällige Müdigkeit, Erschöpfung oder Antriebslosigkeit

    • Schlafstörungen oder deutlich veränderte Schlafgewohnheiten

    • Verminderter oder gesteigerter Appetit

    • Konzentrationsprobleme und nachlassende schulische Leistungen

    • Starke Selbstzweifel, Schuldgefühle oder das Gefühl, wertlos zu sein

    • Wiederkehrende Kopf- oder Bauchschmerzen ohne ausreichend erklärbare körperliche Ursache

    • Hoffnungslosigkeit oder Gedanken an den Tod

     

    Bei Kindern können sich Depressionen auch durch häufiges Weinen, Reizbarkeit, Wutausbrüche oder verstärktes Klammern zeigen.

     

    Wenn Angst den Alltag bestimmt

    Angst ist zunächst etwas Sinnvolles: Sie schützt uns vor Gefahren. Problematisch wird sie, wenn sie übermäßig stark ist, lange anhält oder Kinder und Jugendliche daran hindert, ihren Alltag zu bewältigen.

    Mögliche Anzeichen einer Angststörung sind anhaltende Sorgen, starke Trennungsängste, die Angst vor der Schule oder davor, von anderen ausgelacht zu werden. Auch Herzklopfen, Zittern, Bauchschmerzen und Übelkeit können auftreten. Manche Kinder vermeiden zunehmend Situationen, die ihnen Angst machen.

     

    Was können Eltern tun?

    Das Wichtigste ist, zuzuhören, ohne sofort Lösungen präsentieren zu müssen. Ein Satz wie „Ich merke, dass es dir gerade nicht gut geht. Magst du mir erzählen, was dich beschäftigt?“ kann mehr bewirken als zehn gut gemeinte Ratschläge.

    Vermeide Vorwürfe wie „Reiß dich doch zusammen!“. Kein Kind sucht sich seine Ängste oder eine Depression freiwillig aus.

    Wenn die Beschwerden anhalten, sollten Eltern zunächst den Kinder- und Jugendarzt oder die Kinder- und Jugendärztin ansprechen. Bei Bedarf kann eine psychotherapeutische Abklärung folgen.

    Manchmal fällt es den jungen Patientinnen oder Patienten leichter, mit einer außenstehenden Person über ihre Gefühle zu sprechen als mit den eigenen Eltern. Frühzeitige Unterstützung kann helfen, die Belastung zu verringern und neue Bewältigungsstrategien zu entwickeln.

     

    Wie kann eine psychotherapeutische Begleitung helfen?

    In der Therapie bekommen Kinder und Jugendliche einen geschützten Raum, in dem sie ihre Gefühle ausdrücken und besser verstehen lernen können. Je nach Alter und Bedarf kommen Gespräche, kreative Methoden, Entspannungsübungen und alltagsnahe Strategien zum Umgang mit Ängsten infrage. Auch die Einbeziehung der Eltern kann sinnvoll sein.

    Als Heilpraktikerin für Psychotherapie ist es mir wichtig, junge Menschen einfühlsam und wertschätzend zu begleiten. Dabei geht es nicht darum, aus jedem traurigen Tag ein Problem zu machen, sondern rechtzeitig hinzuschauen, wenn die Seele Unterstützung braucht.

    **Denn Kinder müssen nicht immer stark sein. Sie dürfen traurig, unsicher und ängstlich sein – und sie dürfen sich Hilfe holen.

     

    Über die Autorin

    Diana Neumaier

    Heilpraktikerin für Psychotherapie (HPG) & Bewusstseinsmentorin in Landshut. Diana Neumaier begleitet Menschen in Lebenskrisen, bei Burnout, Angst und Depression mit einem ganzheitlichen, bewussten Ansatz.

    Diana Neumaier – Heilpraktikerin für Psychotherapie in Landshut

    Diana Neumaier

    Heilpraktikerin für Psychotherapie & Bewusstseinsmentorin in Landshut

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